Richtiger Umgang mit Textilien – der Umwelt zuliebe

Jedes Jahr werden Milliarden Tonnen von Baumwolle, Schafwolle, Kaschmir, Seide und Kunstfasern zu modischer Kleidung verarbeitet, nur um kurze Zeit später im Müll zu landen. Schuld ist das fehlende Bewusstsein für den Herstellungsprozess und der Versuch, das eigene Selbstbewusstsein ständig mithilfe äußerer Dinge aufzuwerten. Kein Mensch braucht jeden Winter zwei neue Jacken. Das textile Überangebot suggeriert jedoch die Möglichkeit, sich optisch von anderen Menschen abzusetzen und gleichzeitig Reichtum und Vielfalt zu demonstrieren.

Pflege verlängert das Leben von Textilien

Erwachsene Menschen müssten Kleidung nur austauschen, wenn einzelne Teile kaputtgegangen sind. Schon durch die große Anzahl an Shirts, Pullovern, Blusen und Hosen im Kleiderschrank ist sichergestellt, dass die Textilien nicht jeden Tag getragen, sondern häufig gewechselt werden. Die Beanspruchung durch Waschmaschine und Wäschetrockner sinkt damit auf ein Minimum und Pilling (die kleinen Knötchen auf der textilen Oberfläche) treten bei qualitativ hochwertigen Fasern eher selten auf.

Kleidungsstücke, die nicht direkt mit der Haut in Berührung kommen, lassen sich vor dem Waschen mehrmals tragen. Das schont nicht nur die Textilien, es verringert auch die Anzahl der wöchentlichen Waschmaschinenladungen. Pullover und Strickjacken aus reiner Wolle lüften aus, wenn sie über Nacht im trockenen Zustand aufgehängt werden. Schafwolle hat die positive Eigenschaft, dass sie Gerüche filtert und damit notwendiges Waschen auf ein Minimum reduziert.

Enganliegende Kleidung verschleißt sehr schnell. Bei dehnbarem Gestrick schmiegt sich der Stoff weich an die Körperproportionen. Schwieriger wird es bei Gewebe, das zu einem engen Rock verarbeitet wurde. Je knackiger dieser sitzt, desto größer ist die Spannung, die auf den Seitennähten und dem Reißverschluss liegt. Oft platzen diese Nähte auf, wenn der Stoff zu sehr beansprucht wird. Was nicht passieren würde, wenn man sich für geeigneteres Material und die richtige Größe entscheiden würde.

Mode oder Nachhaltigkeit?

Wer sich nach der Mode richtet, muss jede Saison den Inhalt seines Kleiderschrankes wechseln. Trends sind kurzlebig und werden schnell verworfen. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass Kleidung, die nur wenige Wochen getragen und gereinigt wurde, nicht im Müll landen muss, nur weil die Mode das diktiert. An dieser Stelle geht es um das Umdenken und die Erkenntnis, dass menschliche Arbeit mehr wertgeschätzt werden sollte. An der Herstellung von jedem Stück Leinwand und jedem Gestrick sind unzählige Menschen beteiligt. Bis aus tierischen oder pflanzlichen Fasern Kleidung entsteht, müssen die Rohstoffe wachsen, gewonnen und verarbeitet werden. Das sollte mit mehr als einer Saison Tragezeit geachtet werden, den nachfolgenden Generationen zuliebe.

Recycling statt Mülltonne

Wer mit der Mode geht, sollte seine getragene Kleidung verkaufen oder sie der Kleiderspende übergeben, statt sie in den Müll zu werfen. Hat die Jeans Löcher, lassen sich daraus vielleicht noch kurze Hosen kreieren. Lange Ärmel können aus Blusen entfernt werden und avancieren als Top zum neuen Moderenner. Kinderkleidung lässt sich in der Verwandtschaft weitergeben und Sandalen, die vor fünf Jahren der sommerliche Hingucker waren, kommen ganz sicher wieder in Mode. T-Shirts bekommen ein neues Aussehen, wenn man sie komplett oder mit der Batik-Technik färbt. Sie können auch abgeschnitten werden und als Kurztop dienen, das mit einem gehäkelten Streifen im Boho-Stil verlängert und aufgepeppt wird.

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